Main-Echo

24.12.2001

Reaktionsschnell und mit strategischem Kalkül gegeneinander am Bildschirm gezockt: Die zweite Netzwerkparty zog in der Nacht zum Sonntag 25 Computerfreaks in den Erlenbacher Jugendtreff

 

Im Freundeskreis vernetzt nachts um Pixel gekämpft

Netzwerkparty stieg im Jugendhaus Erlenbach

Erlenbach. Mit Pixel-Waffen in »Age of Empire« oder »Counterstrike« auf virtuelle Gegner zielen - das ließen sich 25 Computerfreaks nicht entgehen. In der Nacht zum Sonntag trafen sie sich im Erlenbacher Jugendhaus, um ihre PCs in Reihe zu schalten und mit den Gegenübern in einer zwölfstündigen »Session« am Bildschirm zu kämpfen.

Unter der Anleitung des EDV-Experten Rainer Haas knüpften die Jugendlichen mit geliehenen und mitgebrachten Computern ein lokales Netzwerk, um in der zweiten Erlenbacher Netzwerkparty Reaktionsschnelligkeit, Geschicklichkeit und strategisches Denken im Wettkampf vor dem Bildschirm zu messen. Haas kümmerte sich darum, dass die Einstellungen der Windows-Betriebssysteme übereinstimmten, die Computer über passende Grafik- und Netzwerkkarten verfügten und die von einem Sponsor gestiftete Spielesoftware richtig installiert wurde. Und ohne den teuren »Switcher«, einen elektronischen Signalverteiler, wäre die »Session« ohnehin nicht möglich gewesen.

Bei Netzwerkspielen ist nur die Landschaft vorgegeben - wie der Einzelne seine Basis und Verteidigungsanlagen strategisch aufbaut, kann man nie im Voraus sagen. Haas bestätigt, dass darin ein besondere Reiz jeder elektronischen Spielenacht liegt. Außerdem ergaben sich unter den -ausschließlich männlichen - »Netzwerkzockern« auch interessante Gespräche über Spieleneuheiten und PC-Zubehör sowie über Lösungswege bei Strategieeinzelspielen.

Trotz Pausen, die unter anderem zur Nahrungsaufnahme in Form von Pizza genutzt oder zur Entspannung beim Billard oder Tischfußball genutzt wurden, hielt so mancher Teilnehmer bis zum frühen Morgen durch. Laute Musik und Alkohol waren tabu, worauf auch Jugendhausleiter Rudi Reißmann großen Wert legte.

js