Main-Echo

06.03.2002

 

Vier Nachwuchsbands reiten Dezibel-Attacken

Bands glänzen bei »Mil-Live« mit Punk und Grungecore

Kreis Miltenberg. Fest und uner­schütterlich hat das Jugendhaus Erlen­bach am Samstagabend den Dezibel-Attacken der vier Newcomerbands, die das Nachwuchsfestival »MIL-Live 02« bestritten, widerstanden. Im Stilspek­trum zwischen Punkrock und Grunge­core angesiedelt, bliesen »Hollywood Stock Bar«, »Distaste«, »Newton« und »Holy Wood« den rund 200 Besuchern die Gehörgänge frei.

Die Verstärkeranlage und das Mischpult wurden den Bands von den Veranstaltern gestellt, das Team des Jugendhauses kümmerte sich um den Auf- und Abbau ebenso wie um die Bewirtung der Besucher. »Wir wollen jungen Musikern die Chance bieten, sich vor einem größeren Publikum zu beweisen«, erläutern Irina Zink von der Kommunalen Jugendarbeit und Jugendhausleiter Rudi Reißmann den Sinn der Veranstaltung.

Das ließen sich »Holy Wood«, eine junge Band aus dem Raum Stadtprozelten, nicht zweimal sagen. Mit punkig angehauchtem melodischem Rock brachte das erst Anfang 2001 formierte Trio schon am frühen Abend ordentlich Stimmung in den Saal. Mit derben, verzerrten Gitarrenklängen ä la Slipknot legte das Erlenbacher Quintett »Newton« - zuletzt beim Newcomer-Waschtag im Jukuz Aschaffenburg auf der Bühne - noch eine deutliche Gangart zu. In ziemlich dieselbe Kerbe hieben »Distaste«, wobei die Eigenkompositionen der erst 16- und 17-jährigen Musiker neben Metallischem auch Rap-Einflüsse erkennen ließen. Für »Hollywood Stock Bar«, ein aus der Formation »Mindfuck« hervorgegangenes Punk-Quartett aus Leidersbach, war der Auftritt im Jugendhaus die Generalprobe für den »Mainpop Junior« - Wettbewerb: Am 15. März in Großheubach werden sich die schon recht bühnenerfahrenen Akteure der unterfränkischen Konkurrenz stellen.

Wegen einer Verletzung ihres Drummers hatten »GVOS« ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Als echte Stimmungskanonen erwiesen sich  "HolyWood", eine junge Band aus dem Raum Stadtprozelten, beim Auftritt im Jugendhaus Erlenbach.

Foto: Jürgen Schreiner