Main-Echo

02.03.2007

Mehr Licht als Schatten im Jugendhaus

Rudi Reißmann und Christiane Leuner informieren Stadtrat über Jugendarbeit

Erlenbach. Deutlich mehr Licht als Schatten im Erlenbacher Jugendhaus: Auf diesen Nenner lässt sich der Jahresbericht bringen, den Leiter Rudi Reißmann und Christiane Leuner vom kreativen Mädchentreff am Dienstag­abend in der Stadtratssitzung vorgetragen haben.

In einer Power-Point-Präsentation umrissen beide die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Christiane Leuner, stellte den kreativen Mädchentreff vor, der im Kunstnetz des Landkreises mitwirkt. Seit Bestehen des Treffs im Jahr 1993 seien insgesamt acht Spitzenplätze beim jährlich ausgelobten Jugendkulturpreis belegt worden.

Auch im Jahr 2006 seien die Mädchen mit ihrem Projekt »Objektträger Kopf« erfolgreich gewesen. Die daraus konzipierte Multimedia-Präsentation sei bei der Jury sehr gut angekommen. Veranstaltungen im Rahmen des Kunstnetzes und der Mädchenwoche stünden in den nächsten Wochen an.

Endlich sei ein lange währendes Problem bewältigt worden, freute sich Rudi Reißmann. Die Toilettenanlage des Jugendhauses sei im vergangenen Jahr von Grund auf saniert worden und stelle sich in einem hygienisch einwandfreien Zustand dar. In die Arbeiten mit einbezogen gewesen sei auch der Kraftraum im Keller, der seit Dezember wieder zur Verfügung stehe.

Die Wahlen des Jugendrats mit einer Beteiligung von 117 hätten gezeigt, dass doch sehr viele Jugendliche bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. Insgesamt hätten sich 16 Jugendliche für den siebenköpfigen Jugendrat beworben.

Kein Zuschuss mehr für Jobsuche

Sein Bedauern äußerte Reißmann darüber, dass das »Main-Job-Net« im November eingestellt wurde, da keine Zuschüsse mehr flössen. Mit der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) sei es gelungen, die nun fehlende Unterstützung bei der Jobsuche einigermaßen aufzufangen. Aus den Mitteln des Bundesamtes für Migration und mit den Einnahmen aus Jugendhaus-Konzerten sei der Bürocontainer gekauft worden. Die Sparkasse und die Firma Wika hätten die Büromöbel gesponsert.

Sehr gut besucht seien die Konzerte im Jugendhaus, bei denen die Jugendlichen selbst viele organisatorische Aufgaben übernähmen. Die Veranstaltungen liefen erfreulicherweise ohne Beeinträchtigungen ab und seien zudem für das Jugendhaus finanziell erfolgreich. Reißmann erwähnte die Beteiligung am Ferienprogramm der Stadt und Veranstaltungen, die mit anderen Einrichtungen und Gruppierungen organisiert wurden. Die Räume des Jugendhauses würden vielfältig genutzt, so von der deutsch-russischen Integrationsgruppe Kalinka, vom Kinderbibelkreis, der Band Engraved, die im Keller probe, von der kommunalen Jugendarbeit, der gfi, dem Agenda-Arbeitskreis Kultur und Soziales und dem Elternbeirat der Barbarossa-Schule.

Seit Herbst vergangenen Jahres erhalte das Jugendhaus einen erheblichen Zuschuss vom Bundesamt für Migration, freute sich Reißmann. 85 Prozent Förderung der Personalkosten flössen in die Stelle seines Stellvertreters Ralf Diener. Zudem gebe es Zuschüsse für Material und Veranstaltungen, womit die Jugendsozialarbeit ein ganzes Stück vorangebracht worden sei.

Ruth Weitz

Mehr über das Jugendhaus und seine Veranstaltungen im Internet unter www.jugendhaus-erlenbach.de.