Main-Echo

Mittwoch, 28.05.2008

Ohne Alkohol, Nikotin und Drogen

Barbarossa-Schule: Jugendtheater stellt im Stück »Jump« Alternativen vor, die Freizeit sinnvoll zu gestalten

Es geht auch ohne Komasaufen: Mit dem Theaterstück »Jump« vermitteln Andre Fischer und Ute Wernicke vom Jugendtheater Chapeau Claque den Barbarossa-Hauptschülern Alternativen in der Freizeitgestaltung.

 

ERLENBACH. Manya kommt von Berlin in die bayerische Provinz, wo sie Thomas kennen lernt. Der Junge »vom Land« versucht das Großstadtmädchen bei ihrer Selbstverwirklichung ohne Alkohol, Nikotin oder anderen Suchtmitteln zu unterstützen. Mit dem Theaterstück »Jump« zeigten die Schauspieler Ute Wernicke und Andre Fischer vom Jugendtheater Chapeau Claque aus Bamberg den Neuntklässern der Barbarossa-Hauptschule Alternativen zur sinnvollen Freizeitgestaltung auf. Nur wer eine im Wortsinn gesunde Haltung zum Leben findet wer mit Stress umgehen kann, soziale und emotionale Kompe­tenzen mitbringt und vor allem das Leben zu genießen weiß, sei gut gerüstet gegen gesundheitliche Beeinträchti­gungen und den Konsum von Suchtmitteln, betont Rudi Reißmann vom Erlenbacher Jugendzentrum. Gemeinsam mit der Präventionsstelle des Landkreises und der Barbarossa-Hauptschule veranstaltete das Jugendzentrum das vom Jugendtheater aufgeführte Stück veranstaltet. Durch das Einbinden der Schüler in das Theaterstück, das eigens für die Klassenzimmer konzipiert ist, soll bei den Jugendlichen die Kompetenz gefördert, das Selbstwertgefühl gesteigert und zum Weiterarbeiten am Thema eingeladen werden.

Unterschiedliche Welten

So kommt Manya mit dem Kofferradio auf der Schulter ins Klassenzimmer geschlendert und ist sauer, weil es bei der letzten Mathearbeit wieder nicht hingehauen hat. Ihr Vater hatte sich von seiner Frau getrennt und war mit der Tochter von Berlin nach Bayern ge­flüchtet. Hier kämpft Manya mit Mathe, dem Verlust ihrer Freunde und vor allem mit der Langeweile, die sie zuerst erlebt. Keine Clubs, keine Megapartys und keine coolen Typen.

Als Manya dann Thomas kennen lernt, ändert sich alles. Zuerst krachen die Jugendlichen aus zwei völlig unterschiedlichen Welten aufeinander. Doch dann kommen sie sich näher und helfen sich gegenseitig beim »Sprung über den eigenen Schatten«.

Während der Aufführung kommen auch die Hauptschüler immer wieder ins Spiel. Eigene Erfahrungen der Jugendlichen sind gefragt und werden eingebracht. Auf der Suche nach Alternativen zu Zigarette und Flatrateparty dürfen die Jungen und Mädchen sich selbst mit einbringen. Mit »Jump« stellen die Schauspieler die Bedürfnisse Jugendlicher nach Genuss, Spaß und Selbstverwirklichung in den Vordergrund: das Leben in vollen Zügen genießen - ohne Alkohol, Nikotin oder andere Suchtmittel.