Main-Echo

30.01.09

Vorzeigeobjekt: das Jugendhaus  in Erlenbach

Vorschau: Terminkalender bis April schon prall gefüllt

ERLENBACH. Offene Jugendarbeit unter einem Team hauptamtlicher Betreuer im kommunalen Jugendzentrum ist seit fast zehn Jahren ein Erfolgsunterneh­men, für das sich immer wieder andere Gemeinden und Organisationen inte­ressieren. Das ging aus dem Bericht 2007/2008 des Jugendzentrums-Leiters Rudi Reißmann hervor, den er dem Er­lenbacher Stadtrat erstattete.

Freunde treffen, »chillen« (entspannen), spielen: Das wollen laut Reißmann die Besucher des Jugendhauses. Sie lassen sich aber auch bei Hausauf­gaben und Bewerbungen helfen (2008: über 200) und nutzen den Internet-Zu­gang. Es gebe zwar Auseinanderset­zungen und manchmal seien klare Worte nötig, aber zu Sachbeschädigungen komme es nicht mehr.

Auch viele auswärtige Jugendliche

Immer wieder richteten sich spezielle Angebote an Mädchen sowie an jüngere und ältere Jugendliche. Beispiele: Mitternachts-Fußballturnier, Kunstnetz-Veranstaltungen, Ferienprogramm, Computernacht, Partys und selbst veranstaltete Konzerte, zu denen auch viele auswärtige Jugendliche kä­men. Bei einem Turnierwochenende im November etwa seien in über 160 Begegnungen Meister im Tischtennis, Tischfußball, Dart und Billard ermittelt worden. Den Proberaum im Keller richte sich gerade wieder eine neue Musik-Band ein. Das Jugendzentrum werde aber auch von Gruppen und In­stitutionen als Versammlungsort ge­nutzt: vom örtlichen Elternbeirat bis zu den Jugendbeauftragten der Land­kreisgemeinden. Bis April stehen be­reits über ein Dutzend Termine fest: von der Beteiligung am Internationalen Kulturfest in der Frankenhalle über einen Workshop zum Thema Mobbing für Fachkräfte in der Jugendarbeit bis zur Veranstaltungsreihe »Migration« in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises.

Auf die Frage von Heinz Firmbach (FW), ob auch in Mechenhard offene Jugendarbeit denkbar wäre, sagte Reißmann: Es habe Gespräche mit dem Familienbeirat gegeben, doch die seien zunächst gescheitert, da die Raumfrage nicht geklärt werden konnte.

B. S.