Main-Echo

Mittwoch, 28.04.2010

 

Anne Tulke: Pädagogik ist Sache der Kommune

SPD Erlenbach: Vorsitzende wehrt sich bei Jahresversammlung gegen Überlegungen des Bürgermeisters

Erlenbach-Mechenhard-Streit  Kritisch hat SPD-Ortsvorsitzende Anne Tulke bei der Jahresversammlung das Ansinnen von Bürgermeister Michael Berninger bewertet, die pädagogische Arbeit, die an den Erlenbacher Schulen geleistet wird, in die Verantwortung von privaten Anbietern/Wohlfahrtsverbänden abzugeben. Kinder- und Jugendarbeit sei enorm wichtig und müsse Aufgabe der Kommune bleiben.

Lange und kontinuierliche Arbeit

Die bei der Stadt Erlenbach angestellten Sozialpädagogen leisteten an der Grund- und Hauptschule sehr gute Arbeit, und dies gelte es beizubehalten, so Tulke. (eigene Hervorhebung)

Positiv bewertete sie die Verbesserung der Kinderbetreuung durch die Einrichtung von insgesamt drei Krippengruppen, zwei im Anbau des Vits-Kindergartens und eine im Mechenharder Kindergarten. Das sei auch ein Erfolg der langen und kontinuierlichen Arbeit des SPD-Ortsvereins für eine durchgehende Betreuung vom Kleinkind bis hin zum Jugendlichen.

Überrascht sei der Ortsverein von der massiven Gegenwehr der Bürger gegen die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in der Siedlung. Aufgrund der im Vorfeld erfolgten Gespräche und Informationsveranstaltungen sei man im Ortsverein davon ausgegangen, dass die Geschwindigkeitsreduzierung von den Anwohnern gewünscht werde.

In ihrem Rechenschaftsbericht führte Tulke eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen auf: von Wahlkampfveranstaltungen anlässlich der Wahlen zum Europaparlament und zum Bundestag über mehrere Informationsgespräche mit dem ICO-Betriebsrat und der Besichtigung der neuen Ganztagsklasse an der Vits-Grundschule bis zu geselligen Veranstaltungen wie der politischen Gartenparty und der Beteiligung am Altstadtfest und den Märkten.

Seniorenbeauftragte Hanna Hahn berichtete von den regelmäßigen Seniorentreffen und der jährlichen Busfahrt ins befreundete Rossdorf.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Dr. Ulrich Schüren wies in seinem Bericht darauf hin, dass sich die Belastung der hiesigen Sparkasse nicht nur aufgrund des in der Presse angeführten Verlustes der Landesbank bei der Hypo-Group-Alpe-Adria in Höhe von elf bis zwölf Millionen Euro ergebe. Die Sparkasse werde zusätzlich auch durch den allgemeinen Verlust der Landesbank und der damit zusammenhängenden Änderung der Besitzverhältnisse belastet.

Nachdem sich die Nachteile des Krankenhausverkaufes inzwischen offen gezeigt hätten, sei es notwendig darauf hinzuweisen, dass sich die SPD von Anfang an gegen den Verkauf gewehrt habe, so Schüren. Er sprach sich gegen die Gewährung eines Kreiszuschusses für die Renovierung der Landebahn am Flughafen Mainbullau aus. Von den Nutznießern werde zurzeit massive Lobby-Arbeit betrieben.

Als Delegierte für den Kreisparteitag wurden Anne Tulke, Dr. Heinz Kaiser, Gerhard Bader, Jochen Gleuwitz, Ulrike Neuberger-Bornhorst, Helga Raab-Wasse, Hans Georg Connor, Andreas Tikart und Karola Geißlinger gewählt. Auf dem Unterbezirksparteitag wird der Ortsverein von Tulke, Kaiser, Neuberger-Bornhorst, Bader und Raab-Wasse vertreten.

red